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Der Faust

Ein bay­ri­sches Schau­spiel nach Johann Wolf­gang von Goe­the in einer Bear­bei­tung für das Volks­thea­ter von Tho­mas Stamm­ber­ger und Johan­nes Reitmeier.

 

Zum Stück

Seit dem Erschei­nen von Goe­thes „Faust I“ im Jah­re 1808, gilt die­ser Titel als Meis­ter­werk der deut­schen Lite­ra­tur. Wer den „Faust“ jedoch als Schul­lek­tü­re „genos­sen“ hat, dem ist er wohl nicht in bes­ter Erin­ne­rung geblie­ben. Zähe Mono­lo­ge, Knit­tel- und Madri­gal­ver­se, Vier­he­ber und Fünf­tak­ter, Alex­an­dri­ner und Jam­ben. Was hat da Goe­the nicht alles aus sei­ner sprach­li­chen Trick­kis­te gezau­bert, damit sei­ne Rei­me aufgehen.

Die Autoren Tho­mas Stamm­ber­ger und Johan­nes Reit­mei­er haben sich die­ses sprach­li­che Unge­tüm vor­ge­nom­men und es ins Bai­ri­sche über­tra­gen. Sie haben es geschafft, des „Pudels Kern“ aus dem Ori­gi­nal-Faust — dra­ma­tisch, wit­zig, tra­gisch, bür­ger­nah — fürs Volks­thea­ter auf die Büh­ne zu bringen.

 

Zum Inhalt

Im „Pro­log im Him­mel“ kri­ti­siert Mephis­to­phe­les die Schöp­fung des Herrn, ins­be­son­de­re die Men­schen in ihrer Beschränkt­heit. Als Gegen­bei­spiel führt Gott den Dr. Faust an, den er “bald in die Klar­heit füh­ren” will. Mephis­to­phe­les wet­tet, dass er die­sen „guten Men­schen“ durch­aus ver­füh­ren kann. Der Herr stimmt der Wet­te zu.

Der Gelehr­te Dr. Hein­rich Faust ver­zwei­felt dar­an, dass ihm die Wis­sen­schaf­ten kei­ne Ant­wor­ten auf die Fra­ge nach dem Sinn des Daseins zu geben ver­mö­gen. Des­halb ver­sucht er es mit der Magie, doch schei­tert kläg­lich. Erneut auf die Beschränkt­heit sei­ner Welt ver­wie­sen, ent­schließt sich Faust, frei­wil­lig aus dem Leben zu schei­den. Da taucht Mephis­to auf und bie­tet Faust einen Pakt an. Er will Faust auf der Erde die­nen und sei­nen Wis­sen­durst stil­len, dafür soll Faust sein Die­ner im Jen­seits sein. Faust geht dar­auf ein. Mit sei­nem Blut besie­gelt Faust den Ver­trag und ist nun bereit, die von Mephis­to vor­ge­schla­ge­ne Welt- und Lebens­rei­se anzutreten.

Zuerst geht die Rei­se in „Auer­bachs Kel­ler“, wo ein aus­ufern­des Sauf­ge­la­ge statt­fin­det, das Faust jedoch unbe­ein­druckt lässt. Mephis­to hält eine Ver­jün­gung Fausts für notwendig.
In einer Hexen­kü­che erhält Faust einen Zau­ber­trank, der aus dem alten Gelehr­ten einen stür­mi­schen Jüng­ling macht. In einem Zau­ber­spie­gel erblickt Faust die Gestalt einer schö­nen Frau, deren Anblick ihn ent­zückt. Es dau­ert nicht lan­ge, und Faust trifft “das Mus­ter aller Frau­en” in der Gestalt Gret­chens, eines ehr­ba­ren und from­men Bürgermädchens.

Mit der Hil­fe Mephis­tos gelingt es Faust, Gret­chen zu ver­füh­ren, doch nur um den Preis schwe­rer Ver­feh­lun­gen und so gerät Gret­chen, die von Faust schwan­ger ist, in wach­sen­de Ver­zweif­lung. Das ewi­ge Spiel von Gut und Böse nimmt sei­nen Lauf.

 

Das Thea­ter­heft kön­nen Sie hier als PDF herunterladen

Lesen Sie die Thea­ter­kri­tik der “Kul­tur­vi­si­on Miesbach”

Lesen Sie die Thea­ter­kri­tik des “Münch­ner Merkur”

Fotos

Ramona Meisl

Date

1. Januar 2016

Jahr der Aufführung

2017